Onomatlas — Atlas der Lautmalerei
Ein internationales Projekt darüber, wie verschiedene Sprachen dieselben Geräusche wiedergeben. Ein Hund bellt «gav-gav» auf Russisch, «woof» auf Englisch und «wan-wan» auf Japanisch. Lautmalerei reicht weit über Tiergeräusche hinaus.
«Sprache ist eine Karte der Kultur. Und die Lautmalerei ist ihr ehrlichster Teil.» — Projektkonzept
Über das Projekt
Onomatlas (onomatlas.online) ist eine mehrsprachige Datenbank der Lautmalerei in 20 Weltsprachen. Das Projekt erforscht, wie verschiedene Kulturen dieselben Geräusche hören und aufschreiben. Onomatopoesie (von griechisch ὀνοματοποιΐα) bezeichnet Wörter, die Geräusche nachahmen: Naturgeräusche, Tierstimmen, Laute von Handlungen, Maschinen und Gefühlen. Sie ist eine phonetische Abzeichnung der Wirklichkeit, und jede Sprache hört sie auf ihre eigene Weise.
Inhalte des Projekts
- Tiergeräusche: wie ein Hund bellt, eine Katze miaut, ein Frosch quakt — in verschiedenen Sprachen
- Naturgeräusche: Regen, Wind, Donner, das Rascheln der Blätter
- Handlungsgeräusche: Klopfen, Schlag, Sturz, Platschen
- Stimmreaktionen: Lachen, Weinen, Niesen, Husten
- Mechanische Geräusche: Uhren, Motoren, Klingeln
- Vergleichende Analyse: warum dasselbe unterschiedlich klingt
Galerie (grid)
Wozu das Ganze
Die Lautmalerei öffnet ein Fenster in die kulturelle Wahrnehmung der Welt. Wie eine Sprache einen Klang festhält, zeigt die Besonderheiten ihres Lautsystems, ihres Hörens, ihrer kulturellen Assoziationen. Für Sprachlernende: das Verstehen von Lautmalerei hilft dabei, eine fremde Sprache besser zu hören, ihren Rhythmus und ihre Intonation. Es ist ein natürlicher Weg, sich an den Klang zu gewöhnen. Für Linguisten: die vergleichende Analyse der Lautmalerei zeigt die phonetischen Besonderheiten der Sprachen, die Grenzen der Lautsysteme, die kulturellen Muster der Wahrnehmung. Für Neugierige: es ist einfach spannend. Warum sagt eine französische Ente «coin-coin» und eine russische «krja-krja»? Warum sagt eine japanische Katze «nyan-nyan» und eine englische «meow»?
Zwei Bilder mit Bildunterschriften (captions-two)
Hund
Katze
Drei Bilder (block three)
Breites Bild
Wie es funktioniert
Das Projekt folgt einer einfachen Navigation: eine Kategorie von Geräuschen auswählen, einen konkreten Klang wählen (zum Beispiel «Hundegebell») und sehen, wie er in 20 Sprachen klingt. Jeder Eintrag enthält:
- Transkription der Lautmalerei
- Audiobeispiele (wo möglich)
- Kultureller Kontext (warum gerade so)
- Vergleichende Analyse (welche Sprachen ähnlich sind, welche sich unterscheiden)
Das Projekt versteht sich als Atlas für Neugierige, der die Vielfalt der Klangwahrnehmung in der Welt kartiert.
Marginalie
Ein Klang hat keine Sprache. Und jede Sprache hört ihn auf ihre eigene Weise.
Umfang und Sprachen
Das Projekt unterstützt 20 Sprachen: Russisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Portugiesisch, Polnisch, Niederländisch, Türkisch, Arabisch, Hebräisch, Hindi, Thai, Vietnamesisch, Indonesisch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch (vereinfacht). Damit erreicht es einen großen Teil der Weltbevölkerung und zeigt die maximale Vielfalt phonetischer Systeme.
Monetarisierung und Offenheit
Das Projekt finanziert sich durch kontextbezogene Werbung (Google AdSense). Der Inhalt ist zeitlos — Klänge verändern sich nicht, Lautmalerei bleibt über die Zeit stabil. Das macht das Projekt selbsttragend. Das Projekt ist offen für Ergänzungen und Anregungen. Wenn Sie Linguist, Muttersprachler sind oder einen Fehler bemerkt haben — lassen Sie uns sprechen.
Projektstatus
Das Projekt befindet sich in der Entwicklung. Die Datenbank wird aufgebaut, Transkriptionen werden geprüft, neue Sprachen und Klangkategorien kommen hinzu. Der Start ist für 2025 geplant. Wenn Sie am Projekt mitwirken, Material beisteuern oder einfach die Entwicklung verfolgen möchten — lassen Sie uns sprechen. Praktischer Meme-Katalog mit leistungsstarker Suche und bequemem Export. Keine Enzyklopädie, sondern ein Werkzeug: finden, herunterladen, senden. Integration mit Telegram.
Memazilla — Meme-Bibliothek